Mittwoch, 13. August 2014

Youth Festival - Erster Tag


Nach den ersten paar Tagen, in denen wir versucht haben uns in den normalen Tages- und Unterrichtsablauf der Christ Jyoti School einzufinden, fand heute der erste Tag des Youth Festival der Schule statt. Bei dem Festival, das zwei Tage andauert, findet eine Art Kulturwettkampf zwischen einzelnen Schülern der unterschiedlichen Häusern der Schule statt. (Harry Potter-mäßig sind die Schüler auf das grüne, blaue, rote und gelbe Haus verteilt.) Hierbei gibt es verschiedene Kategorien: Heute standen „Traditional Indian Singing“, Drama, Standbild, Free Speech und Drawing auf dem Programm. Morgen folgt dann noch „Traditional Indian Dancing“. Die Lehrer fungieren als Jury. Besonders spannend war es heute, die Kategorie Drama zu beobachten. Hierbei setzten sich die Schüler aktiv mit sozialkritischen Themen auseinander. Es blieben auch Themen nicht aus, die in Deutschland sofort mit Indien assoziiert werden, z.B. die Abtreibung bzw. das Weggeben weiblicher Neugeborener, männliche Dominanz und die Stellung der Frau. Das eine Auseinandersetzung bzw. ein Bewusstsein für diese kritische Rollenverteilung besteht, hatte ich schon im Privatgespräch mit Mrs. Pompa - der Klassenlehrerin, deren Nursery Klasse ich als Assistenz zugeteilt bin – gemerkt. Dass dies jedoch auch in der Schule offen thematisiert wird überraschte mich dann doch. J
Nach Ende des Programms gab es dann noch ein bisschen „offene Bühne“, bei der Schüler freiwillig vor dem Schulpublikum etwas singen dürfen. Auch ich wurde von Sister Jisam mit reichlicher Unterstützung von meinen Mitfreiwilligen Johanna und Zoe auf die Bühne gezerrt. Gott sei Dank fiel mir gerade noch rechtzeitig ein Lied ein, bei dem ich mir einigermaßen sicher war den Text zu können. Auch wenn ich von mir aus niemals allein auf diese Bühne gegangen wäre und ich sehr aufgeregt war, war es sehr schön und hinterher habe ich mich gefreut. Die Schüler gehen sofern wir das bis jetzt mitbekommen allgemein sehr positiv und wertschätzend miteinander um und auch ich bekam hinterher viel liebe, positive Rückmeldung von den Schülern. J


Verkleidete Schülerinnen des "Drama-Contest"



Schülerinnen (rechts die sehr nette Tochter unserer Köchin)

Margret (unsere Assamese-Lehrerin) und ihr 9-Monate alter Sohn Robert zu Hause in den Colonies

Frauen in den Colonies weben die Schals, die in Assam traditionell den Gästen überreicht werden.


Johanna, Schülerinnen in den Farben der verschiedenen Häuser und Ich

Erste traditionelle Kleidung: Kurta und Salwar

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